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Sonntagsrennen ADAC GT Masters Nürburgring

Doppelpunkt

Beide Autos in den Punkten, auf den Plätzen sechs und acht – das Sonntagsrennen zum ADAC GT Masters auf dem Nürburgring hat für das KÜS Team75 Bernhard ein versöhnliches Ende genommen. Im morgendlichen Qualifying musste sich Kévin Estre (29, Frankreich) im Porsche 911 GT3 R noch mit Startplatz 16 abfinden. In einer starken Startrunde katapultierte er sich dann zwar gleich auf Rang elf nach vorne, doch wurde er mehrfach von hinten gerammt. Dadurch wurde die Aerodynamik seines Autos in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem konnte Kévin als Zehnter an seinen Porsche-Werksfahrerkollegen Timo Bernhard (37, Bruchmühlbach-Miesau) übergeben. Durch den optimalen Boxenstopp wurde schon eine Position gewonnen. Der amtierende Langstreckenweltmeister schaffte es dann trotz des Handicaps, noch einen Konkurrenten zu überholen und den Porsche auf Platz acht ins Ziel zu bringen.

Beim Schwesterauto mit der Startnummer 18 ist mit Platz sechs und der ersten Punkteplatzierung der Knoten geplatzt. Ex-Porsche-Junior Klaus Bachler hatte in einem starken Qualifying Platz neun herausgefahren und bis zum Boxenstopp zwei weitere Plätze gutgemacht. Beim ebenfalls optimalen Boxenstopp übernahm  Adrien De Leener (29, Belgien). Adrien fuhr ein fehlerfreies Rennen, konnte noch eine Position gewinnen und brachte den Porsche auf Rang sechs ins Ziel.

#17

Timo Bernhard: „Das Positive ist, dass beide Autos in den Top Ten sind, das finde ich klasse. Das zeigt auch, dass wir beide Autos gleich behandeln. Adrien hat es in seinem zweiten Jahr bei uns auch hochverdient, weil er schon mehrfach kurz davor war zu punkten. Platz sechs fühlt sich für ihn bestimmt an wie ein Sieg, er hat das toll gemacht. Klaus natürlich auch mit seinem starken Qualifying und Rennen. In unser Auto ist ein Konkurrent in der Startphase in der Schikane hinten reingefahren, dadurch ist der Diffusor gebrochen. Dadurch hat uns die Pace gefehlt, das Auto war ziemlich beschädigt, ich bin froh, dass ich nach hartem Kampf noch auf Platz acht ins Ziel gekommen bin. Es ging nur noch ums Überleben.“

Kévin Estre: „Von Startplatz 16 aus hatte ich eine gute erste Runde aber dann gab es viel Kontakt. Ein Audi-Fahrer hat getan, als wäre ich nicht da, ist mir dreimal reingefahren. Einmal hinten richtig stark, das hat den Heckdiffusor und die Stoßstange beschädigt. Danach war das Auto nicht einfach zu fahren, aber ich konnte die Position halten. Mit guter Strategie und einem guten Boxenstopp haben wir noch einen Platz gutgemacht. Timo ist dann super gefahren, das Auto war ja richtig krumm. Er konnte trotzdem noch eine Position gewinnen. Alles in allem sind wir zufrieden, von Platz 16 aus war nicht viel zu erwarten.“

#18

Klaus Bachler: „Ich bin superglücklich. Platz sechs fühlt sich an wie ein Sieg, denn hier am Nürburgring war es das Maximum. Adrien hat einen super Job gemacht, ist ohne Fehler durchgekommen. Das gesamte Team hat das ganze Jahr schon so hart gearbeitet. Auch hier wieder, das Auto war richtig gut. Ich bin froh, dass wir heute ein tolles Ergebnis eingefahren haben und freue mich schon auf die nächsten Rennen.“

Adrien De Leener: „Das ist für uns heute wie ein Sieg. Klaus hat ein mega Qualifying gemacht, wir waren der beste Porsche. Von Platz neun aus hatte er einen fantastischen Start, ist bis auf Position sieben vorgefahren. Ich konnte dann sogar noch einen Platz gutmachen, so stark waren wir noch nie. Ein großes Dankeschön ans Team, an die Jungs, die das Auto vorbereitet und gestern bis spät abends geschraubt haben, um uns ein gutes Auto hinzustellen. Ich bin sehr zufrieden.“

Teammanager Klaus Graf: „Beide Autos in den Punkten auf den Plätzen sechs und acht, von daher stimmt die Leistung. Wir wären gerne etwas weiter vorne gelandet, aber nach dem Qualifying heute Morgen können wir zufrieden sein. In unserer Nummer 17 hatte Kévin einen guten Start und sich gut nach vorne gearbeitet. Dann wurde er aber unverschuldet in mehrere Kollisionen verwickelt, er wurde von hinten mehrfach abgeschossen. Er musste dann auch einmal durch die Wiese fahren, dadurch wurde die Aerodynamik am Heck ziemlich beschädigt. Das hat das Fahrverhalten stark beeinträchtigt. Mega von Timo, dass er noch Platz acht erkämpft hat, es gab viel Druck von hinten, das war das Maximum. Für unsere Nummer 18 gab es endlich mal Punkte, es ist das erste Mal für die beiden. Für Adrien freut es mich ganz besonders, er ist wirklich super gefahren. Klaus hat natürlich die Grundlage gelegt mit einem starken Qualifying, danach habe beide das Optimum herausgeholt. Wir haben gut gepunktet – weiter geht’s!“

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